Willkommen bei der
Schäfflerzunft Aschheim
1886 - 2019

Entstehung

So kam der Schäfflertanz nach Aschheim

Vor über 120 Jahren fassten 20 junge Burschen aus Aschheim den Entschluss, den Schäfflertanz nach Münchner Vorbild in Aschheim aufzuführen. Aufzeichnungen aus dieser Zeit liegen leider keine vor. So müssen wir uns an die Erzählungen unserer Väter und Großväter, bzw. an das einzige Beweisstück, die Bildertafel mit allen Teilnehmern aus dem Jahre 1886, halten.

Eine dieser Erzählungen sagt uns, dass die Brüder Matthias und Franz Westermeier, sich mit einem Pferdegespann, auf den Weg in die Stadt München machten, um sich dort den Schäfflertanz anzusehen. Von diesem Tanz sehr beeindruckt, entschlossen sie sich den Brauch nach Aschheim zu holen. Mit ihrer Idee fanden sie auch Unterstützung bei ihrer Schwester und dem Schwager, den Wirtsleuten Magdalena und Josef Schreiber. Dort war auch Ihre erste Herberge. Anzunehmen ist, dass ihnen (Westermeier und Schreiber), der Münchener Schäfflertanz bereits bekannt war, denn sie waren in der traditionellen Münchner Gastronomie beschäftigt. Fest steht, dass der Metzger Matthias Westermeier der wichtigste Initiator war. Dies geht daraus hervor, dass er das Amt des Vorstandes, Reifenschwingers und Vortänzers innehatte.

Die ältesten schriftlichen Aufzeichnungen stammen aus dem Jahre 1928 vom damaligen Vorstand Georg Ertl. Beherbergt waren die Aschheimer Schäffler von 1886 bis 1963 im Gasthof Schreiber. Von 1970 bis 1998 war die Schäfflerherberge die Gaststätte Bichler. Für das Jahr 2005 und 2012 haben sich die Wirtsleute Bichler, die Familie Lindinger (Hotel zur Post) sowie die Familie Haller (Hotel Gasthof Schäfflerwirt) wieder bereit erklärt uns aufzunehmen.

Warum alle 7 Jahre?

  1. In früherer Zeit soll alle sieben Jahre die Pest verstärkt aufgetreten sein.
  2. In der Mythologie gilt die Zahl sieben als Glückszahl.
  3. Neben dem Schäfflertanz gab es früher in München noch mehrere Handwerksbräuche wie z.B. den Metzgersprung. Man nimmt an, dass die Schäffler nach einem bestimmten Zeitplan der Zünfte eingesetzt wurden.
  4. Aus Dankbarkeit gab Herzog Wilhelm IV. gab damals den Schäfflern das Recht, alle sieben Jahre ihren Tanz aufzuführen.

Tanzgruppe 2019

Vorstandschaft:

Günter Sassmann, Emmeran Haller, Otto Lindinger

Reifenschwinger:

Stefan Bichler, Alexander Bleise

Tänzer, Kasperl, Fahnen- und Fasslträger:

Bauer Christian, Bauer Stefan, Baumgärtel Andreas, Bichler Alexander, Blank Patrick, Böltl Sebastian, Böltl Florian, Bonholzer Fabian, Dönhuber Christoph, Ertl Rudolf, Haslwimmer Quirin, Hergenröther Leon, Hobmeier Lukas, Kirf Jonas, Kirf Tobias, Klopf Christian, Lux Tobias, Prügel Felix, Runkel Michael, Schmitz Benedikt, Straßer Korbinian, Taschner Daniel, Weiß Maximilian, Zierau Alexander

Foto: Nico Bauer (Münchner Merkur)

Ehemalige Tanzgruppen

In dieser Galerie finden Sie sämtliche ehemalige Teilnehmer
der vergangenen Schäfflerzeiten seit 1886.

Tanzablauf

Die Figuren und ihre Geschichte

  • Aufmarsch

    Die Bögen werden zur Ehrung gesenkt und die Kappen zum Gruß gezogen, dann wird ein Kreis gebildet.

  • Große Schlange

    Man könnte auch sagen: Aufforderung zum Tanz, da die Vortänzer um jeden stillstehenden Schäffler herumtanzen und ihn so zum Tanz auffordern.

  • Sommerhäusl

    Es wird ganz eng zusammengetanzt, so dass die Figur am Ende wie ein kleines Sommerhäusl aussieht.

  • Großes Kreuz

    Die Schäffler tanzen zu einem Kreuz zusammen, das sich dann dreht.

  • Vierertanz

    Je vier Tänzer bilden einen Kreis und tanzen von einer Seite zur Anderen und zurück.

  • Durchschlag

    Die Tänzer tanzen gegeneinander und schwenken die Bögen nach innen und außen. Die Faßlklopfer schlagen dabei den Eisenring im Takt der Musik auf das Faß.

  • Reifenschwung

    Der Reifenschwinger macht seine Kunststücke – erst mit zwei, dann mit einem Reifen, in denen je ein gefülltes Glas mit Schnaps oder Wein steht. Dann lässt er den Besteller des Tanzes mit einem dreifachen „VIVAT HOCH“ hochleben und trinkt ein Glas aus. Früher wurde der Hausherr mit „Hochwohlgeborener Herr“ und die Hausherrin mit „Ehrbare Frau“ angesprochen.

  • Kasperl

    Ein Mitglied der Familie wird mit einem lustigen Vers zum Gaudium aller „ausgesungen“

  • Kleine Schlange

    Abgekürzte Variante der ersten Figur, dann Abmarsch mit Ehrung

Die Fahne der Schäfflerzunft

Im Jahre 1984 wurde eine neue Fahne angeschafft, deren Kernstück aus dem Original von 1907 stammt. Es ist erstaunlich, wie lange das alte Fahnentuch, trotz Regen-, Schnee- und Frostwetter, gehalten hat. Für das Tanzjahr 2005 wuden die Fahne und die alten Fahnenbänder restauriert.

Fahnenbandspender

Im Laufe der Jahrzente wurden der uns viele prächtige Fahnenbänder gespendet, mit welchen die Spender ihrer Verbundenheit zur Schäfflerzunft Ausdruck verleihen. Wir bedanken uns bei allen Spendern:

1921 Anna Westermayr 1984 Sylvia Maierhofer
1928 Amalie Hierlmeier 1986 Helmut Englmann 1. Bürgermeister
1935 Betty Rief 1991 Familie Haller (Neumair)
1935 Familie Schreiber 1998 Marie-Christin Englmann
1935 Liesl Ströl 1998 Monika Obermair, Sabine Haller, Verena Koller
1949 M. Haller, R. Haller, R. Weiss (jetzt Rosa Haller), A. Ostermaier, A. Steffelbauer 2005 Sabrina Westermayr, Stefanie Maier, Daniela Maier, Kerstin Bichler
1956 Annelies Schmiedramsl 2005 Helmut J. Englmann, 1. Bürgermeister
1963 Margarethe Bauer 2005 Andrea Hirschvogel
1963 Marianne, Christa und Elisabeth Schreiber 2012 Clarissa Haller, Angelika Meier, Alexandra Jährling
1970 Rosemarie Bichler 2012 Julia Bauer, Lisa Bauer, Carina Döhnhuber, Carolin Dönhuber
1970 Barbara Maier 2012 Veronika Haller, Anna Ertl
1977 Renate Neumaier, Gabi Hanslbauer 2012 Amelie Haller, Regina Bauer
1984 Anni Geiger 2012 Bettina Bauer

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